Die Spielregeln beim Rommé

Rommé ist einfach ein tolles Kartenspiel. Zwei bis sechs Spieler können teilnehmen und das traditionelle Spiel, das es überall auf der Welt gibt (teilweise unter anderem Namen) genießen. Vor allem in Deutschland ist das Spiel sehr beliebt; es gibt sogar den Deutschen Romméverband. Bei jungen Leuten ist das Spiel nicht so populär wie andere Kartenspiele, dabei ist Rommé schnell zu lernen, überrascht mit vielen Wendungen und ist insgesamt sehr kurzweilig.

 

Mit welchen Karten spielt man das Spiel?

Alles, was du für eine Runde Rommé brauchst, sind zwei Päckchen französische Karten à 52 Blatt plus Joker. Diese werden gemischt und verdeckt ausgelegt. Das Ziel des Spiels liegt darin, Figuren zu bilden und diese abzulegen. Wer zuerst keine Karten mehr auf der Hand hat, ist der Sieger.

Welche Figuren kann man legen?

Jede Figur besteht aus mindestens drei Karten. Entweder handelt es sich um Kartenkombinationen von gleichen Farben und aufeinanderfolgenden Karten (z.B. Karo 3 – Karo 4 – Karo 5) oder Kombis von gleichen Karten in unterschiedlichen Farben (z.B. Kreuz 4 – Herz 4 – Karo 4). Der Joker kann für eine fehlende Karte eingesetzt werden, doch ist nur einer pro 3er-Kombi erlaubt (zwei in 4er-Kombis). Die Bildkarten zählen 10, die Zahlenkarten je nach Wert, das Ass entweder elf oder einen Punkt und der Joker soviel, wie er ersetzt.

Wie läuft eine Spielrunde ab?

Derjenige, der die Karten ausgeteilt hat, beginnt. Er „meldet“ eine Figur (die beim ersten Mal mindestens 40 Punkte betragen muss), wenn er kann und legt am Ende eine Karte offen neben den Stapel. Sein Nachfolger kann entweder diese abgelegte Karte verwenden oder die verdeckte vom Stapel nehmen. Nun kann auch er Figuren „melden“ und eine Karte auf den offenen Stapel legen.

Jeder Spieler kann an eine andere Figur Karten anlegen und diese damit erweitern. Danach dürfen sie allerdings nicht mehr zurück zu den Handkarten genommen werden, sondern verbleiben in der gelegten Figur. Das Auslegen geht solange weiter, bis ein Spieler seine letzte Karte verdeckt auf den – eigentlich – offenen Stapel legt und damit das Ende des Spiels und seinen Sieg besiegelt.

Gibt es noch Varianten des Spiels?

Man kann das reguläre Rommé in einigen Variationen spielen. Man kann absprechen, weniger oder mehr Joker zu benutzen, die Punktezahl zu verringern oder zu erhöhen (auch bei der sogenannten „Erstmeldung“ und ihren 40 Punkten) oder sich andere Regelverschärfungen ausdenken, solange jeder Spieler darüber in Kenntnis gesetzt wurde. Eine andere, offizielle Variante ist Räuberrommé, bei dem bereits gelegte Figuren von anderen Spielern nicht nur ergänzt werden dürfen, sondern auch in anderen Kombinationen ausgelegt werden können. Übrigens: Wenn du eine ganz andere Version des Spiels bevorzugst, die nicht aus Karten besteht, sondern als Legespiel konzipiert ist, kannst du zu Rummikub greifen.